Das Kalk-, Stein-, und Zementwerk Sebald

ist seit der Gründung im Jahre 1860 durch den früheren Schullehrer Georg Leonhard Sebald eng mit dem Ort Hartmannshof und seinen Bewohnern verbunden.
Für die Entstehung der Kalkindustrie bildeten sowohl die geologischen, als auch geographischen Gegebenheiten in der Frankenalb die Grundlage.

Auf dem Sandsteinsockel liegt eine Schicht Ornatenton, darüber erstreckt sich eine mächtige Schicht von Kalk und Kalkmergel, die von einzelnen verkartsteten Dolomitkuppen gekrönt wird. Als sich durch die Fertigstellung der Bahnlinie Nürnberg-Amberg 1859 die Möglichkeit eröffnete Kohle über die Eisenbahn zu beziehen und Kalk per Waggon zu versenden, entschloss sich Georg Leonhard Sebald in Hartmannshof ein Kalkwerk zu errichten. Nachdem 1861 der erste Branntkalk hergestellt wurde, ging man noch vor der Jahrhundertwende zur Produktion von Zement über, der dem Unternehmen einen weithin bekannt guten Ruf einbrachte. Entscheidende Stufen in der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Steigerung der Qualität waren im Jahr 1969 die Erweiterung der Zementmahlkapazität und 1984 der Neubau einer Pack- und Palettieranlage. Ein weiterer Schritt in der Flexibilität und Aufwärtsentwicklung der Firma Sebald erfolgte mit der Installierung der Misch- und Granulieranlage für Düngemittel, das zugleich den Einstieg des Unternehmens in den Umweltbereich bedeutete.

Das Unternehmen heute

Heute beschäftigt Sebald Zement in den Produktionsbereichen Rohmaterialgewinnung (Kalk, Dolomit, Ton) Schotteraufbereitung, Zementmahlung, Düngemittelmahlung und Granulierung etwa 100 engagierte Mitarbeiter. Um den hohen Qualitätsstandard der Endprodukte sicherzustellen, sind neben einem leistungsfähigen Maschinenpark alle signifikanten Arbeitsplätze mit modernster Visualisierungs-Software ausgestattet. Das betriebseigene analytische/physikalische Labor sorgt bereits während des Produktionsprozesses für die konsequente Einhaltung der geforderten Qualitäten. Seit dem Jahr 1996 ist das Unternehmen zusätzlich vom Technischen Überwachungsverein nach DIN ISO 9001:2008 mit Produktentwicklung zertifiziert.

Neben der Herausforderung mit den nur begrenzt vorhandenen Ressourcen sorgfältig und verantwortungsbewusst umzugehen, ist es unsere Zielsetzung alle gebotenen Chancen und Potentiale für ein mittelständisches Unternehmen unserer Größe zu nutzen und ökonomisch im Verbund mit der Umwelt umzusetzen. Die Tätigkeit endet nicht mit dem Abbau der unterschiedlichen Gesteinsarten, sondern findet in der Rekultivierung und naturnahen Gestaltung der Abbauflächen ihre Fortsetzung.